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Familienforschung und Genealogie bei den Sathmarer Schwaben

Im Falle der Sathmarer Schwaben ist die Familienforschung besonders interessant, da die neuen Siedler größtenteils aus einem Gebiet, aus Oberschwaben eingewandert sind. Nur ein kleiner Teil der Siedler stammte aus Franken, dem Schwarzwald und der Schweiz. Falls die Urahnen gefunden werden können, im Falle eines vollständigen Stammbaumes sind es in jedem Fall einige, besteht die Chance, die Familienforschung bis zum dreißigjährigen Krieg (1618-1648) zu vertiefen. In den meisten Fällen, sind die Kirchenbücher im dreißigjährigen Krieg  zerstört worden (Verzeichnis der Kirchenbücher im Kreisarchiv Biberach). Mit den Angaben aus den Kichenbüchern kann man entfernte Verwandte auch in der alten Heimat ausfindig machen. Sehr interessante weiterführende Informationen sind auf der Seite der Forschergruppe Oberschwaben zu finden.

Die ersten Aufzeichnungen des Grafen Alexander Károlyi gaben über den Herkunftsort, Familienstand und Geldwerte der neuen Siedler Auskunft. Wie so oft der Fall ist, ließ die Präzision im Laufe des 18. Jh. zu wünschen übrig, die Daten über die Neuankömmlinge wurden ungenauer oder sie wurden gar nicht erfasst. In diesen Fällen waren die Kirchenbücher die wichtigsten Quellen, wobei der Geburtsort in der alten Heimat zumeist nicht angegeben wurde. In den 70-er Jahren des 20.Jh. hat der Jurist und Historiker Werner Hacker alle Auswanderer in den Archiven Baden-Würtembergs recherchiert, sodass die Ahnen bis auf einige Ausnahmen (wenn sie aus Franken oder der Schweiz stammen oder die Archivmaterialien verloren gegangen sind) darin zu finden sind. Sollte ein Name oder Person fehlen, kann das Standardwerk von Vonház István zurate gezogen werden. Es gibt Namen, die in beiden Grundlagenwerken fehlen: der Name Holzberger z.B. kommt in keinem der Werke vor. Ein wichtiger Grund für das Fehlen der Namen in der Liste, könnte der Zuzug aus anderen deutschsprachigen Gebieten, wie z.B. der Zips sein.