Maitingen

Der Ort wird 1330 unter dem Namen Mothen 1330 erwähnt und soll schon damals eine deutsche Siedlung gewesen sein. 1490 wird der Ort als Majthen wiedergegeben.

Bei der im Jahr 1715 durchgeführten Volkszählung  wurden 38 männliche Personen erfasst. Das sind die Steuerpflichtigen des Ortes gewesen, die wenigstens über Haus und Hof verfügten. Die Namen der Volkszählung kann man auf der Seite des ungarischen Nationalarchivs einsehen: Quelle

1722 wurde der Ort mit Schwaben besiedelt und die wenigen ungarischen Reformierten nach Börvely umgesiedelt.

Faktisch ist Maitingen somit die drittälteste sathmarschwäbische Gemeinde nach Schinal (1712) und Fienen (Neugründung 1720), da die Besiedlung in Schamagosch und Großkarol 1712 misslang und die Gemeinden erst 1743 bzw. 1795 mit Schwaben wiederbesiedelt wurden. 1722 hatten sich schon 55 Familien in Maitingen niedergelassen, 1723 besaß Maitingen mit 93 die meisten Familien unter den schwäbischen Siedlungen.

1731 zählte man in Maitingen 116 Familien, davon waren 72 alteingesessene, eine aus Erdeed und 43 neue Siedler. Insgesamt wurden in den Familien 106 Buben gezählt.

Der Ort war hinsichtlich der Ursprungsorte der Siedler am homogensten zusammengesetzt, die Einwohner kamen fast allesamt aus dem damalig zu Vorderössterreich gehörigen Oberschwaben. Ein großer Teil von ihnen stammte aus der Umgebung von Biberach: Aßmannshardt, Aulendorf,  Grodt, Ringschnait, Ummendorf, Buchau, Moosbeuren, Muttensweiler, Schwendi, Ingoldingen, Mochenwangen, Mietingen, Mittelbiberach um nur einige zu nennen.

1724 wurde nur eine Geburt und eine Trauung (Josephus Schwarczkopf und Barbara König) verzeichnet. Beerdigungen gab es  zwei. In den nächsten vier Jahren finden wir 3 (9, 9, 10)Trauungen, 43 (58, 56 ,? )  Geburten und 34 (54, 44, 31) Todesfälle.

Die Dorfgemeinschaft war nicht bunt durcheinandergemischt, die Siedler kamen aus dem gleichen Kulturkreis. Aus der alten Heimat wurden Geldwerte für den Neuanfang  mitgenommen.

 

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